Der Kreationsprozess
Die Bilder wachsen Schicht um Schicht und erhalten eine Tiefe, die nur mit der Zeit so entstehen kann.
In meinen Werken entsteht aus dem freien, spielerischen Umgang mit Farbe, Form und Zufall ein lebendiger Strom aus Licht und Bewegung, der sich jeder Regel entzieht und dennoch eine eigene innere Logik entfaltet. Durch das bewusste Zerstören, Verschleifen und Wiederaufbauen von Oberflächen erschaffe ich einzigartige Lichtwelten, die nur in diesem experimentellen Prozess entstehen können und dadurch unverwechselbar bleiben.
Meine Bilder sind keine schnell gemalten Würfe. Sie entstehen oft über Monate, meist Jahre. Die Schichten aus Ölfarben lasse ich durchtrocknen, dann schleife ich sie wieder und wieder. So kommen alte Farbschichten in Teilen wieder zum Vorschein und wirken sich entscheidend auf das Bild aus. Mit diesen „alten Resten“ arbeite ich weiter. Sie lassen alte Vorgänge sichtbar werden, verleihen dem Bild eine Geschichte, eine Patina. Die Bilder „wachsen“ förmlich Schicht um Schicht und erhalten eine Tiefe, die nur mit der Zeit so entstehen kann. Bei diesem Prozess strebe ich mit Mitteln der Farbe und deren pastosen oder lasierenden Auftrag eine intensive Leuchtkraft an – ein Strahlen von innen.
Ein zentrales Thema meines Werkes ist die Kindheit. Sie steht für das freie, schöpferische Spiel, aber auch für Erwartungen, Rollenbilder und Überforderungen. Ich setze mich mit dem Spannungsfeld zwischen kindlicher Fantasie und erwachsener Realität auseinander.
In meiner Malerei hole ich die „verlorene Kindheit“ nach – erschaffe mir ein Kinderland, in dem Freude, Farben und Bewegung regieren. Ich bin darin König, Narr und Matrose zugleich – Herrscher, Träumer und Entdecker meiner eigenen Welt.
„Stilistisch bewege ich mich zwischen Kubismus, Expressionismus, Abstraktion und Surrealismus – ich verbinde alle zu einem freien, unbeschwerten Ausdruck.“