Stefanie Müller – Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg über die Malerei von Frank Nitsche

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„… Doch nicht nur auf der Ebene des zunächst Offensichtlichen sondern auch auf der Ebene der Deutung nähert sich Frank Nische seinen Motiven. Auch über die formale Herangehensweise, den Einsatz der Formen versucht er, das Innere seiner Bildgegenstände offen zu legen. Dabei zerlegt er das Bildmotiv in viele Einzelformen, die er in Beziehung zueinander setzt. Viele seiner Werke erfordern deshalb eine genaue Betrachtung und mehrmaliges Hinsehen, um das Dargestellte vollständig zu erfassen.“ „Gewisse Parallelen zum Kubismus sind nicht von der Hand zu weisen. Diese Stilrichtung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte die moderne Malerei grundlegend und war auch für Lyonel Feiningers frühes malerisches Schaffen bedeutsam. Kennzeichnend sind die Veränderung des Bildgegenstandes in seiner gewohnten Perspektive und seine Zerlegung in einzelne Formen mit dem Ziel, den Bildgegenstand als „Ding an sich“ darzustellen. Bei Nitsche kommt zudem den Farben eine zentrale Bedeutung bei. Sie werden in einem oft langwierigen Prozess zueinander in Beziehung gesetzt. Ihre Zuordnung erfolgt ähnlich der Komposition eines Musikstückes, bis am Ende des Prozesses eine Harmonie, ein Klang entstanden ist.“ „Aus Einzelelementen werden Formen, wie aus Atomen am Ende komplexe Gebilde und Objekte werden. Der Einsatz der Farbe hat daran entscheidenden Anteil. Sie wird bei Nitsche eingesetzt, um die einzelnen Formenflächen in sich nochmals mit hellen und dunklen Partien abzusetzen und somit Schattenwurf und Perspektive zu verdeutlichen.“

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