Neue Zürcher Zeitung (NZZ)zu Frank Nitsche als Gründer der Kreativwerkstatt Aschersleben
„… Nach der Renovierung dient der Bau (gemeint ist die ehemalige Druckfabrik Bestehorn, d.R.) nun als Schulgebäude und bildet das Entrée zu Ascherslebens neuer Mitte – dem von gepflegtem Grün eingerahmten Bildungszentrum Bestehornpark.
Für Frank Nitsche ist damit ein langegehegter Traum in Erfüllung gegangen. Gleich nach der Wende hatte der Kunstlehrer am Stephaneum-Gymnasium, zu dessen Abiturienten auch Neo Rauch zählt, eine Malschule für Kinder und Jugendliche aufgebaut. Seit einem Jahr sitzt der 54-Jährige als künstlerischer Leiter der Kreativwerkstatt, der ersten in Sachsen-Anhalt gegründeten Jugendkunstschule, in einem Gebäude, dessen Eleganz manche Großstadt neidisch machen kann. Ein kleines «MoMA» Der Stuttgarter Architekt Arno Lederer hat den Bau als rückwärtige Verlängerung an die alte Fabrik angesetzt und mit dem getreppten Dach eine Form gefunden, die sich auf reizvolle Weise in die Giebellandschaft der Altstadt einfügt. Eine inspirierendere Nachbarschaft hätte sich Nitsche dort für sich und seine Schüler kaum wünschen können. Denn gleich nebenan hat die Grafikstiftung Neo Rauch ihren Sitz, die der Maler in Anspielung auf das Museum of Modern Art in New York einmal sein «kleines MoMA» genannt hat.“